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Zink (Zinkbisglycinat)

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Verfasst von Robert Eigenherr

Auf einen Blick
Zink ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, das an Immunfunktion, Zellschutz und über hundert Enzymen beteiligt ist.
In Vykea: Zinkbisglycinat (5 mg Zink pro Sachet)
Der Körper kann Zink nicht nennenswert speichern, daher ist eine regelmäßige Zufuhr wichtig.

Zink ist ein lebensnotwendiges Spurenelement und nach Eisen das mengenmäßig zweithäufigste Spurenelement im menschlichen Körper. Ein Erwachsener trägt insgesamt etwa zwei bis drei Gramm Zink in sich, überwiegend in Muskulatur, Knochen, Haut, Leber und in den männlichen Geschlechtsorganen. Der Körper kann Zink nicht in nennenswertem Umfang speichern, weshalb eine regelmäßige Zufuhr über die Nahrung wichtig ist. Zink ist Bestandteil oder Aktivator von weit über hundert Enzymen und an Immunfunktion, Zellteilung, Wundheilung, Hormonstoffwechsel und am Schutz der Zellen vor oxidativem Stress beteiligt. In Omnia All-In-One verwenden wir Zinkbisglycinat mit 5 mg Zink pro Sachet. Dieser Eintrag erklärt die Formen, das Vorkommen, die Funktionen, den Bedarf, die Labordiagnostik, mögliche Mangelzeichen und die Wechselwirkungen von Zink.

Zinkverbindungen und Bioverfügbarkeit: die verschiedenen Formen

In Nahrungsergänzungsmitteln kommt Zink in unterschiedlichen Verbindungen vor, da reines Zink als Metall nicht verwertbar ist. Man unterscheidet vor allem anorganische Salze von organisch gebundenen Formen.

Zu den anorganischen Formen zählen Zinkoxid und Zinksulfat. Zinkoxid hat einen hohen Zinkgehalt, wird aber tendenziell schlechter aufgenommen als organisch gebundene Formen. Zu den organischen Verbindungen gehören unter anderem Zinkgluconat, Zinkcitrat, Zinkacetat, Zinklactat sowie die an Aminosäuren gebundenen Formen wie Zinkbisglycinat und Zink-Histidin. Organisch gebundene Formen gelten im Mittel als gut verfügbar.

Zinkbisglycinat ist eine chelatierte Form. Dabei ist ein Zinkion stabil von zwei Molekülen der Aminosäure Glycin umschlossen. Diese Chelatstruktur schützt das Zink im Verdauungstrakt vor der Bildung schwer löslicher Komplexe mit anderen Nahrungsbestandteilen wie Phytaten und kann so die Aufnahme begünstigen. Glycin ist zudem ein kleines, gut resorbierbares Molekül. In der Fachliteratur wird Zinkbisglycinat zu den gut bioverfügbaren Zinkformen gezählt, die zugleich als magenschonend beschrieben werden. In Omnia kommt Zinkbisglycinat zum Einsatz.


Vorkommen in Lebensmitteln

Zink kommt sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Besonders hohe Gehalte finden sich in Austern und anderen Schalentieren sowie in rotem Fleisch und Innereien wie Leber. Gute Quellen sind außerdem Käse und andere Milchprodukte, Eier sowie Fisch. Auf pflanzlicher Seite tragen Vollkornprodukte, Haferflocken, Weizenkeime, Hülsenfrüchte, Nüsse und Ölsaaten bei.

Entscheidend ist nicht allein der Zinkgehalt, sondern auch die Verfügbarkeit. Zink aus tierischen Lebensmitteln wird in der Regel besser aufgenommen als Zink aus pflanzlichen Quellen. Der Grund ist der Gehalt an Phytinsäure (Phytat) in Getreide, Hülsenfrüchten und Samen. Phytat bindet Zink im Darm und vermindert die Aufnahme. Eine hohe Calciumzufuhr kann diesen Effekt verstärken. Durch Einweichen, Keimen, Sauerteigführung und Fermentieren lässt sich der Phytatgehalt senken und die Zinkverfügbarkeit verbessern. Tierisches Eiweiß in einer Mahlzeit verbessert die Verwertbarkeit von pflanzlichem Zink.

Funktionen im Körper

Zink ist Bestandteil oder Cofaktor von weit über hundert Enzymen und damit an einer Vielzahl von Stoffwechselvorgängen beteiligt:

  • Immunsystem: Es ist für die normale Funktion des Immunsystems erforderlich und an der Entwicklung und Aktivität von Abwehrzellen sowie an der Stabilität von Schleimhäuten beteiligt.

  • Zellschutz: Als Bestandteil der Superoxiddismutase (einem antioxidativen Enzym) trägt es zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei.

  • Zellteilung und Wachstum: Es hat eine Funktion bei der Zellteilung und ist an der DNA- und Eiweißsynthese beteiligt und damit für Wachstum, Gewebebildung und Wundheilung wichtig.

  • Stoffwechsel: Es ist am Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fettsäuren und Makronährstoffen sowie am Vitamin-A-Stoffwechsel beteiligt und unterstützt einen normalen Säure-Basen-Stoffwechsel.

  • Hormonstoffwechsel: Es wirkt im Hormonstoffwechsel mit, unter anderem bei der Speicherung von Insulin und beim Erhalt eines normalen Testosteronspiegels im Blut, und ist an Fruchtbarkeit und Reproduktion beteiligt.

  • Haut, Haare und Sinne: Es trägt zur Erhaltung normaler Haut, Haare, Nägel, Knochen und Sehkraft sowie zu einer normalen kognitiven Funktion bei.

Welche dieser Funktionen als gesundheitsbezogene Angaben zugelassen sind, zeigt der nächste Abschnitt.


Zugelassene gesundheitsbezogene Angaben (EU-Verordnung 432/2012)

Für Zink sind in der EU die folgenden gesundheitsbezogenen Angaben zugelassen:

  • Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.

  • Zink trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.

  • Zink trägt zu einem normalen Säure-Basen-Stoffwechsel bei.

  • Zink trägt zu einem normalen Stoffwechsel von Makronährstoffen bei.

  • Zink trägt zu einem normalen Kohlenhydrat-Stoffwechsel bei.

  • Zink trägt zu einem normalen Fettsäurestoffwechsel bei.

  • Zink trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei.

  • Zink trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei.

  • Zink trägt zur Erhaltung normaler Haare bei.

  • Zink trägt zur Erhaltung normaler Haut bei.

  • Zink trägt zur Erhaltung normaler Nägel bei.

  • Zink trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft bei.

  • Zink trägt zur Erhaltung eines normalen Testosteronspiegels im Blut bei.

  • Zink trägt zu einer normalen Fruchtbarkeit und einer normalen Reproduktion bei.

  • Zink trägt zu einer normalen DNA-Synthese bei.

  • Zink trägt zu einer normalen Eiweißsynthese bei.

  • Zink trägt zu einem normalen Vitamin-A-Stoffwechsel bei.

  • Zink hat eine Funktion bei der Zellteilung.

Diese Angaben gelten für Zink allgemein und damit auch für die in Omnia verwendete Form Zinkbisglycinat.

Referenzwerte und Tagesbedarf

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat die Referenzwerte für Zink 2019 überarbeitet. Für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren hängt der Bedarf nun von der Phytatzufuhr ab, da Phytat die Zinkaufnahme vermindert. Bei einer überwiegend pflanzlichen Kost mit hohem Vollkornanteil ist der Bedarf höher als bei einer Mischkost.

Gruppe

Referenzwert pro Tag

Säuglinge 0 bis 4 Monate (Schätzwert)

1,5 mg

Säuglinge 4 bis 12 Monate

2,5 mg

Kinder 1 bis 4 Jahre

3 mg

Kinder 4 bis 7 Jahre

4 mg

Kinder 7 bis 10 Jahre

6 mg

Kinder 10 bis 13 Jahre

9 mg (m) / 8 mg (w)

Jugendliche 13 bis 15 Jahre

12 mg (m) / 10 mg (w)

Jugendliche 15 bis 19 Jahre

14 mg (m) / 11 mg (w)

Männer ab 19 Jahren

11 bis 16 mg (je nach Phytatzufuhr)

Frauen ab 19 Jahren

7 bis 10 mg (je nach Phytatzufuhr)

Schwangere 1. Trimester

7 bis 11 mg (je nach Phytatzufuhr)

Schwangere 2. und 3. Trimester

9 bis 13 mg (je nach Phytatzufuhr)

Stillende

11 bis 14 mg (je nach Phytatzufuhr)

Der Nährstoffbezugswert für die Kennzeichnung (NRV) beträgt 10 mg pro Tag. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nennt eine tolerierbare Gesamtaufnahmemenge von 25 mg pro Tag aus allen Quellen für Erwachsene.

Wer hat einen erhöhten Bedarf?

In einigen Lebensphasen und Situationen ist der Zinkbedarf höher oder die Versorgung schlechter: in Wachstumsphasen bei Kindern und Jugendlichen, in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei älteren Menschen sowie bei Menschen mit überwiegend pflanzlicher Ernährung. Vegetarierinnen und Veganer nehmen Zink häufiger unterhalb des Referenzwerts auf, da pflanzliche Quellen phytatreich sind und Zink daraus schlechter verfügbar ist.

Ein erhöhter Bedarf oder erhöhte Verluste bestehen außerdem bei eingeschränkter Aufnahme über den Darm (etwa bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen oder anhaltendem Durchfall), bei Lebererkrankungen, bei Diabetes mellitus, bei stark schwitzenden Menschen und Ausdauersportlern, bei regelmäßigem Alkoholkonsum sowie bei der Einnahme bestimmter Medikamente (siehe Abschnitt Wechselwirkungen). Auch nach Operationen, bei Verbrennungen und in Phasen verstärkter Geweberegeneration ist der Bedarf erhöht.

Bedeutung für das Immunsystem

Die Rolle von Zink für die Immunabwehr ist gut untersucht. Zink wird für die Entwicklung und Funktion zahlreicher Abwehrzellen benötigt, darunter T-Zellen und natürliche Killerzellen, und ist an der Steuerung von Entzündungsreaktionen beteiligt. Ein Zinkmangel kann mit einer erhöhten Infektanfälligkeit und einer Schwächung der Schleimhautbarrieren einhergehen. In der wissenschaftlichen Literatur wird der Zusammenhang zwischen Zinkversorgung und Immunfunktion ausführlich beschrieben, etwa in der Übersichtsarbeit von Wessels und Kollegen.

Dies erklärt, warum die EU-Angabe zum Beitrag von Zink zu einer normalen Funktion des Immunsystems zugelassen ist. Aussagen, die über diesen zugelassenen Wortlaut hinausgehen, etwa zur Behandlung oder Vorbeugung von Infekten, sind damit nicht verbunden.

Hinweis: Ob im Einzelfall eine zusätzliche Zinkzufuhr sinnvoll ist, gehört in ärztliche Hand.


Versorgung und Labordiagnostik

Den Zinkstatus bestimmt eine Ärztin oder ein Arzt über das Blut. Üblich ist die Messung im Serum oder Plasma (Referenzbereich etwa 0,8 bis 1,4 mg/l). Diese Bestimmung hat allerdings nur eine begrenzte Aussagekraft, da rund 90 Prozent des Zinks innerhalb der Zellen liegt und der Serumwert unter anderem durch Entzündungen, Nahrungsaufnahme und Tageszeit beeinflusst wird. Aussagekräftiger kann die Bestimmung im Vollblut sein (Referenzbereich etwa 4 bis 8 mg/l), die den intrazellulären Anteil mit erfasst.

Wichtig ist die korrekte Probengewinnung: Schon eine geringe Hämolyse (Auflösung roter Blutkörperchen) verfälscht den Zinkwert, da Zink aus den Zellen austritt. Die Blutentnahme erfolgt daher idealerweise nüchtern und morgens.

Hinweis: Die Einordnung der Werte und eine eventuelle Ergänzung gehören in ärztliche Hand.

Mögliche Anzeichen einer Unterversorgung

Ein Zinkmangel kann sich vielfältig äußern, da Zink an so vielen Prozessen beteiligt ist. Zu den möglichen Anzeichen zählen eine erhöhte Infektanfälligkeit, eine verzögerte Wundheilung, Hautveränderungen (etwa trockene oder entzündete Haut), Haarausfall, brüchige Nägel und weiße Flecken auf den Nägeln. Möglich sind außerdem Appetitlosigkeit, Störungen des Geschmacks- und Geruchssinns, Müdigkeit sowie Konzentrations- und Stimmungsveränderungen. Bei Kindern kann ein länger bestehender Mangel Wachstum und Entwicklung beeinträchtigen.

Solche Anzeichen sind nicht beweisend und können viele Ursachen haben. Ein Zinkmangel kann zudem über die Routinelabore schwer zu erfassen sein.

Hinweis: Die Abklärung und Diagnose gehören in ärztliche Hand.

Therapeutische Anwendung und Dosierung

Die folgenden Angaben fassen die in der Fachliteratur genannten Anwendungsbereiche zusammen.

Hinweis: Diese Angaben ersetzen keine ärztliche Beratung; eine gezielte oder höher dosierte Anwendung gehört in ärztliche Hand.

  • Erhöhter Bedarf: Zur allgemeinen Deckung eines erhöhten Bedarfs werden in der Literatur etwa 10 bis 15 mg pro Tag genannt.

  • Pflanzliche Ernährung und Schwangerschaft: Bei vegetarischer oder veganer Ernährung sowie in der Schwangerschaft werden etwa 15 mg pro Tag genannt.

  • Nachgewiesener Mangel: Bei einem ärztlich nachgewiesenen Mangel oder erhöhten Bedarf werden höhere, individuell festgelegte Dosierungen beschrieben.

Eine längerfristige hohe Zinkzufuhr sollte die tolerierbare Gesamtaufnahmemenge von 25 mg pro Tag nur unter ärztlicher Begleitung überschreiten. Sehr hohe Einzeldosen können Übelkeit, einen metallischen Geschmack, Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist besondere Vorsicht geboten. Zink wird bevorzugt zwischen den Mahlzeiten oder am Abend eingenommen, da Phytate und einige Mineralstoffe aus der Nahrung die Aufnahme vermindern.


Wechselwirkungen

Andere Nährstoffe

Zink steht mit anderen Mineralstoffen in Wechselwirkung, da sie sich teilweise dieselben Aufnahmewege teilen. Eine hohe Zufuhr von Eisen, Calcium oder Kupfer kann die Zinkaufnahme vermindern und umgekehrt. Phytate aus pflanzlichen Lebensmitteln binden Zink im Darm und senken die Verfügbarkeit. Die Aminosäure Histidin kann die Zinkaufnahme dagegen begünstigen.

Medikamente

Verschiedene Medikamente beeinflussen den Zinkstatus. Antazida sowie bestimmte Antibiotika aus den Gruppen der Tetracycline und Fluorchinolone bilden mit Zink schwer lösliche Komplexe; hier wird ein zeitlicher Abstand von mehreren Stunden empfohlen, was zugleich die Wirkung der Antibiotika sichert. Bestimmte Entwässerungsmittel, ACE-Hemmer, Kortikosteroide sowie Estrogene (etwa in oralen Kontrazeptiva) können die Zinkausscheidung erhöhen oder die Aufnahme senken.

Hinweis: Wenn Sie solche Medikamente einnehmen, sollten Sie eine zusätzliche Zinkzufuhr vorab ärztlich abklären.

Zusammenspiel mit Kupfer und Vitamin A

Kupfer

Zink und Kupfer stehen in einem Gleichgewicht zueinander. Eine dauerhaft sehr hohe Zinkzufuhr kann die Aufnahme von Kupfer im Darm beeinträchtigen und auf längere Sicht zu einem Kupfermangel beitragen, weshalb das Verhältnis der beiden Spurenelemente zueinander zu beachten ist. Hintergrund ist, dass eine hohe Zinkzufuhr in den Darmzellen vermehrt das Bindungsprotein Metallothionein bildet, das Kupfer stärker bindet und mit den abgeschilferten Zellen ausgeschieden wird. Dieser Effekt ist vor allem bei hoher und langfristiger Zufuhr relevant, nicht bei einer bedarfsdeckenden Aufnahme im Rahmen der Referenzwerte. Übersichtsarbeiten zum Kupfer-Zink-Verhältnis beschreiben diesen wechselseitigen Zusammenhang und empfehlen, bei längerer höherer Zinkeinnahme beide Spurenelemente im Blick zu behalten. Wer über längere Zeit höhere Zinkmengen einnehmen möchte, sollte das Verhältnis zu Kupfer daher ärztlich begleiten lassen.

Vitamin A

Zink ist außerdem am Vitamin-A-Stoffwechsel beteiligt. In der Fachliteratur werden dafür zwei Ansatzpunkte beschrieben: Zum einen wird Zink für die Bildung des Retinol-bindenden Proteins (RBP) benötigt, also des Transportproteins, das Vitamin A aus der Leber an die Gewebe abgibt. Eine unzureichende Zinkversorgung kann diese Bildung verringern und so die Verfügbarkeit von Vitamin A im Blut beeinträchtigen. Zum anderen wirkt Zink an zinkabhängigen Enzymen mit, die Retinol zu Retinal umsetzen, einem Schritt, der unter anderem im Sehzyklus der Netzhaut eine Rolle spielt. Diese allgemeinen ernährungswissenschaftlichen Zusammenhänge erklären, warum Zink und Vitamin A in der Literatur gemeinsam betrachtet werden. Es handelt sich dabei um beschreibende Stoffwechselzusammenhänge, nicht um eine Wirkungszusage für ein einzelnes Produkt.

Mehr zum Partnernährstoff finden Sie im Eintrag Vitamin A.

Zinkbisglycinat als chelatierte Form

Zinkbisglycinat zählt zu den chelatierten Zinkverbindungen. Das Zinkion ist dabei stabil von zwei Glycinmolekülen umschlossen, ähnlich einer Klammer. Diese Struktur kann das Zink im Verdauungstrakt vor der Bildung schwer löslicher Komplexe schützen, etwa mit Phytaten aus pflanzlichen Lebensmitteln, und wird in der Fachliteratur mit einer guten Bioverfügbarkeit und guten Magenverträglichkeit beschrieben. Glycin selbst ist eine körpereigene, nicht essenzielle Aminosäure. In Omnia liegt Zink als Zinkbisglycinat vor.


Zink in unseren Produkten

Zink ist in Omnia All-In-One enthalten:

Produkt

Form

Menge pro Tagesdosis

Anteil am NRV

Omnia All-In-One

Zinkbisglycinat

5 mg

50 Prozent

Die Mengenangabe bezieht sich auf das enthaltene elementare Zink, nicht auf das Gewicht der Gesamtverbindung. Der Anteil am NRV ist auf den Kennzeichnungswert von 10 mg bezogen. Eine Tagesdosis entspricht einem Sachet.

Quellen

  1. Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission zur Festlegung einer Liste zulässiger gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel. EUR-Lex, CELEX 32012R0432.

  2. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Zink, sowie Ausgewählte Fragen und Antworten zu Zink. dge.de.

  3. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Neue Referenzwerte für die Zufuhr von Zink und Vitamin B6. Pressemeldung 2019. dge.de.

  4. Scientific Committee on Food / EFSA: Tolerable upper intake level for zinc (25 mg/Tag für Erwachsene). EFSA, Overview on Tolerable Upper Intake Levels, 2024.

  5. Wessels I, Fischer HJ, Rink L: Dietary and Physiological Effects of Zinc on the Immune System. Annual Review of Nutrition 2021;41:133-175. PMID 34255547.

  6. Devarshi PP, Mao Q, Grant RW, Hazels Mitmesser S: Comparative Absorption and Bioavailability of Various Chemical Forms of Zinc in Humans: A Narrative Review. Nutrients 2024;16(24):4269. PMC11677333.

  7. Gröber U: Mikronährstoffe. Metabolic Tuning, Prävention, Therapie. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart.

  8. Gröber U: Arzneimittel und Mikronährstoffe. Medikationsorientierte Supplementierung. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart.

  9. Escobedo-Monge MF, Barrado E, Parodi-Román J, Escobedo-Monge MA, Torres-Hinojal MC, Marugán-Miguelsanz JM: Copper/Zinc Ratio in Childhood and Adolescence: A Review. Metabolites 2023;13(1):82. PMID 36677007. DOI 10.3390/metabo13010082.

  10. Christian P, West KP Jr: Interactions between zinc and vitamin A: an update. American Journal of Clinical Nutrition 1998;68(2 Suppl):435S-441S. PMID 9701158. DOI 10.1093/ajcn/68.2.435S.


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